Mit Tablett-Computern in der Fertigung ist uns ein großer Schritt zur Digitalisierung der Produktion gelungen!

Schon vor einigen Wochen habe ich über die Einführung der Nachkalkulation bei dem Unternehmen Wender Metalldrückerei OHG geschrieben. Das Werker erfassen ihre Auftragszeiten und Personalzeiten über ein zentrales BDE-Terminal.

Mein Projekt geht weiter und jetzt sind wir noch einen nächsten Schritt in die Digitalisierung gegangen und haben die Mitarbeiter in der Produktion mit Tabletts ausgestattet.

Konventionelle Produktionssteuerung in der Metallverarbeitung

Wie in vielen anderen metallverarbeitenden Betrieben ebenso üblich, ist die Steuerung der Produktion bislang weitestgehend mit viel Aufwand geschehen.

Zusätzlich zu den Produktionspapieren der Bauteile, haben die Mitarbeiter im Betrieb, bislang Listen mit dem Arbeitsvorrat bekommen. Die Fertigungsaufträge sind auf diesen Papieren, nach Fälligkeit sortiert, aufgeführt. Diese Listen werden manuell von der Arbeitsvorbereitung erstellt und aktuell gehalten – jeweils pro Arbeitsplatz. Da sich die Produktion der Bauteile sich auf verschiedene Arbeitsgänge aufteilt, kann die ausgedruckte Liste nicht abbilden, ob vorherige Arbeitsprozesse, wie z.B. der Zuschnitt schon erledigt sind. Der Produktionsmitarbeiter hat in der Vergangenheit deshalb häufig die anstehenden Aufträge im Betrieb gesucht oder danach fragen müssen.

Die Digitalisierung der Produktion mit den Tablett-Computern führt zu einer Prozessoptimierung in der Fertigung

Mit der Einführung der Tablett-Computer fällt die Arbeit zur Erstellung der Listen zukünftig weg.

Automatisch und mit dem einlasten von Fertigungsaufträgen in der ERP Software erscheinen die erforderlichen Arbeitsgänge der Positionen auf den Tablett-Computer, direkt beim Mitarbeiter in der Produktion.

Die Produktionsmitarbeiter sehen den Arbeitsvorrat entsprechend ihrer zugewiesenen Arbeitsgänge. Die anstehenden Aufgaben werden nach Fälligkeit sortiert angezeigt. Darüber hinaus kann sich der Mitarbeiter nur die Positionen anzeigen lassen, mit denen er tatsächlich beginnen kann. Es sind in der Übersicht dann nur die Arbeitsgänge aufgelistet, bei denen der vorherige Arbeitsschritt abgeschlossen ist.

Das lästige Fragen und Suchen nach Auftragspositionen, die noch nicht bereit zur Weiterbearbeitung sind, entfallen.

Digitalisierung der Produktion: Mit Tabletts Zugriff auf den aktuellen Arbeitsvorrat und auf Details zum Arbeitsgang.
Digitalisierung der Produktion: Die Mitarbeiter bei Wender Metalldrückerei OHG haben mit ihrem Tablett Zugriff auf den aktuellen Arbeitsvorrat und Details zum Arbeitsgang.

Mehr Informationen zum Arbeitsgang

Zudem bekommt der Mitarbeiter, über einen Klick, weitere Details zu seinen Arbeitsgängen angeboten:

  • Hinweise von der Arbeitsvorbereitung, z.B. zu Ausführungsanweisungen, Verdeutlichung von Fertigungstoleranzen, Programmnummern etc.
  • Vorhandene Zeichnungen
  • Vorhandenes Foto
  • Gleiche Arbeitsgänge aus weiteren Positionen desselben Auftrags
  • Soll-Mengen und bereits produzierte Ist-Mengen
  • vorheriger und nachfolgender Arbeitsgang

Mit dieser Fülle an möglichen Informationen erhöht sich die Transparenz zu den Arbeitsgängen für den Werker deutlich, gegenüber den konventionellen Möglichkeiten über Fertigungspapiere.

Zumal diese Informationen, bei Anlage der Auftragsposition im ERP-System, meistens sowieso erfasst sind. Eine Darstellung, auf den Tabletts der Produktionsmitarbeiter, verursacht keinen weiteren Aufwand in der Arbeitsvorbereitung.

Zeiterfassung für die Nachkalkulation ohne Aufwand

Für die Nachkalkulation findet die Erfassung der Produktionszeiten und die Rückmeldung der produzierten Stückzahl ebenfalls über die Tablett-Computer statt. Ohne zeitlichen Aufwand für Wegzeiten zum zentralen BDE-Terminal, ist der Mitarbeiter direkt in der Lage seine Zeiterfassung zu starten.
Bei Bedarf, außerdem für mehrere Positionen, mit demselben Arbeitsgang des Auftrags, gleichzeitig.

Die so erfassten Fertigungszeiten und produzierten Stückzahlen sind direkt in der ERP-Software für die Nachkalkulation und für den Auftragsstatus verfügbar.

Das Ziel der Digitalisierung der Fertigung

Mit der Einführung der Tabletts und der damit verbundenen Digitalisierung der Produktion ist eine weitere Prozessoptimierung, für höhere Effizienz und Rentabilität der Wender Metalldrückerei OHG möglich:

  • Durch die Möglichkeit, dass die Mitarbeiter in der Produktion mit den umfangreichen Informationen selbstständiger arbeiten können
  • Dadurch das die Verwaltung über die ERP-Software einen aktuellen Status zu den Fertigungsaufträgen einsehen kann, zum aktuellen Bearbeitungsstand.
  • Dass die Zeiten und Stückzahlen, für die Nachkalkulation, ohne nennenswerten zeitlichen Aufwand, im ERP-System vorliegen.

Am Ende erhofft sich Thomas Wender außerdem mehr Zeit. Diese möchte er für die Kundenbetreuung und die weitere strategische Entwicklung des Unternehmens nutzen.

Das nächste Digitalisierungsprojekt

Als nächsten Schritt zur weiteren Digitalisierung der Produktion haben wir die Einführung eines Touch W-Lan-Barcode Scanners fest eingeplant.

Mithilfe dieses Scanners bekommt der Mitarbeiter, für die Zuschnitte der Bleche als Halbzeuge, einblicke in Lagerbestände und Lagerorte ohne dazu einen kompletten PC-Arbeitsplatz zu benötigen. Für die Nachkalkulation kann er das benötigte Blech, nach tatsächlichem Verbrauch, der Auftragsposition zuordnen. Gleichzeitig wird diese Menge vom Lagerbestand des Blechs abgebucht.

Nach der Umsetzung, in den kommenden Monaten, mehr.

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